Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning 0034-0111 1869-4179 oekom 10.14512_rur_48_0204 Landschaftsgestaltung durch Biotopverbund Koch Til P. Dipl.-Volksw. Dipl.-Volksw. Til P. Koch

Min.-Rat

Ministerium für Natur, Umwelt und Landesentwicklung des Landes Schleswig-Holstein Abt. Landesplanung Düsternbrooker Weg 1042314 Kiel Deutschland
48 2 96 101 1990 by the RuR Editors; re-published by oekom 2023 Zusammenfassung

Zur Erreichung eines großräumigen Biotopverbundes in weitgehend ausgeräumten Landschaften erscheint es sinnvoll, 10–15 % der Landwirtschaftsfläche aus der Nutzung zu nehmen und auf die Gemarkungsgrenzen umzulegen. Ergänzend sollte dorforientiert eine Erholungstransversale eingerichtet werden. Notwendige Stillegung von Landwirtschaftsflächen, Ausbau eines ausreichend vielfältigen Biotopverbundes, Waldbildung und ein Wanderwegenetz können so mit örtlichen Initiativen kombiniert werden. Ein sukzessiver Auflau des Verbundes – gekoppelt mit Dorferneuerung in der Flur – erscheint hier in Anknüpfung an siedlungsgeschichtliche Voraussetzungen in einer Frist von 20 Jahren praktikabel. Die optimale Einbindung der meisten Restbiotope wird dabei ermöglicht.

Anmerkungen Heydemann, Berndt et al.: Abschlußbericht der Projektgruppe Ökologie, Teilbereich Arten- und Biotopschutz. In: Umweltbrief (Hrsg.: BMI), Bonn (1983) H. 29, S. 16–49; Heydemann, Berndt: Grundlagen eines Verbund- und Vernetzungskonzeptes für den Arten- und Biotopschutz “Grüne Mappe 1986“ – Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein, S. 11–22 Meyer, Konrad: Ordnung im ländlichen Raum. – Stuttgart 1964, S. 147 Mander, Ülo: Kompensationsstreifen entlang der Ufer und Gewässerschutz. – Kiel 1989