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            <journal-title>Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning</journal-title>
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         <article-id>2972</article-id>
         <article-id pub-id-type="doi">10.14512/rur.2972</article-id>
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            <article-title xml:lang="de">Diller, C. (2023): Lehrbuch der raumbezogenen Evaluationsforschung</article-title>
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                  <institution>Universität Kassel</institution>
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            <year>2024</year>
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      <p>Das von Christian Diller vorgelegte „Lehrbuch der raumbezogenen Evaluationsforschung“ bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit verschiedenen Forschungsverständnissen und Evaluationsdesigns, die für Planungsprozesse von essenzieller Bedeutung sind. Ziel des Lehrbuchs ist es, fundierte Kenntnisse über Evaluationsmethoden zu vermitteln, die für die Analyse und Bewertung von Planungsprozessen unerlässlich sind. Dabei legt der Autor besonderen Wert auf die Verknüpfung theoretischer Grundlagen mit praxisnahen Anwendungsbeispielen, um den Lesenden ein umfassendes Verständnis der verschiedenen Ansätze und Methoden zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung eines kritischen Reflexionsvermögens sowie die Fähigkeit, Evaluationsdesigns adäquat auf konkrete Planungsszenarien anzuwenden.</p>
      <p>Der Aufbau des Buches zeichnet sich durch eine systematische Gliederung aus. Nach einer einführenden Darstellung der theoretischen Ansätze und methodologischen Konzepte der Evaluationsforschung folgt eine detaillierte Erörterung der praktischen Anwendung dieser Methoden im Bereich der Stadtplanung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Integration von Mixed-Methods-Ansätzen. Abschließend behandelt das Werk Evaluationsdesigns und Programmtheorien, die den Lesenden konkrete Werkzeuge für die Planung und Durchführung von Evaluationen an die Hand geben. Ergänzt wird der Band durch didaktische Materialien und Übungsfragen, die das Verständnis der Inhalte vertiefen und zur Reflexion anregen.</p>
      <p>Besonders hervorzuheben ist die didaktische Qualität der Texte, die sich in mehreren zentralen Aspekten zeigt:</p>
      <p>Ein wesentliches didaktisches Element ist die gründliche theoretische Fundierung. Beispielsweise durch die klare Unterscheidung zwischen analytischen und konstruktivistischen Ansätzen werden die grundlegenden Konzepte und Methodologien, die die Evaluationsforschung prägen, anschaulich und differenziert dargestellt. Dies ermöglicht es, ein fundiertes Verständnis der grundlegenden Paradigmen der Forschung zu entwickeln, die für die Planung und Bewertung urbaner Projekte entscheidend sind. Die detaillierte Erklärung der Methoden mit Stärken und Schwächen bilden eine wertvolle Grundlage für die Entwicklung kritischer und reflektierter Forschungsfähigkeiten. Der Einstieg in die Thematik erfolgt dabei niedrigschwellig und mit anschaulichen Beispielen aus Forschung und Planung. Nicht nur inhaltlich, sondern auch auf der grafischen Ebene wurde das Lehrbuch sinnvoll mithilfe von farblich abgehobenen Textkästen zu thematischen Exkursen und gut nachvollziehbaren Darstellungen gestaltet.</p>
      <p>Der Autor verknüpft theoretische Konzepte mit praktischen Anwendungen in der Stadtplanung. Durch die Diskussion der Konzepte, hier etwa von kontrafaktischen und faktischen Ansätzen in realen Evaluationsszenarien, wird deutlich, wie theoretische Modelle in der Praxis umgesetzt werden können. Dies ist didaktisch besonders wertvoll, da es den Lernenden hilft, theoretische Kenntnisse auf praktische Kontexte zu übertragen. Beispielsweise zeigt sich, wie kontrafaktische Analysen die Wirksamkeit städtischer Programme messen können, während faktische Ansätze detaillierte Einblicke in lokale Gegebenheiten ermöglichen. Diese Verbindung von Theorie und Praxis fördert ein umfassendes Verständnis der Herausforderungen und Möglichkeiten in der Evaluationsforschung.</p>
      <p>Ein weiterer wertvoller Aspekt ist die Betonung der Bedeutung von Programmtheorien und Wirkungshypothesen. Die Texte verdeutlichen, wie essenziell es ist, klare Theorien und Hypothesen zu entwickeln, um die Wirksamkeit von Programmen zu bewerten. Den Lesenden werden effektiv Werkzeuge an die Hand gegeben, um Evaluationsdesigns zu konzipieren und durchzuführen. Die praxisnahe Darstellung von Programmtheorien erklärt die Logik hinter den Programmen in einem nachvollziehbaren, aber gleichzeitig ausreichend komplexen Rahmen und prognostiziert deren Auswirkungen. Dies fördert die kritische Analyse- und Reflexionsfähigkeit.</p>
      <p>Darüber hinaus ist die Diskussion über die Integration quantitativer und qualitativer Methoden hervorzuheben, insbesondere des Mixed-Methods-Ansatzes. Diese Methodenkombination ermöglicht eine umfassende Bewertung komplexer urbaner Fragestellungen, indem sie die Stärken beider Ansätze vereint. Im Buch wird verdeutlicht, wie diese Kombination dazu beiträgt, ein vollständigeres Bild urbaner Dynamiken zu erhalten, und wie sie damit die Fähigkeit der Lernenden fördert, vielseitige und anpassungsfähige Forschungsstrategien zu entwickeln. Der Fokus auf Mixed-Methods reflektiert aktuelle Trends in der Planung, bei denen die Berücksichtigung unterschiedlicher Datenquellen und Perspektiven immer wichtiger wird.</p>
      <p>Die detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen zur Evaluierung von Planungsprojekten schärft das kritische Denken. Die Lesenden werden dazu angeregt, die Vor- und Nachteile der Methoden abzuwägen und deren Eignung für spezifische Evaluationsfragen zu bewerten. Dies stärkt das analytische Denken und die Fähigkeit, Forschungsergebnisse im Kontext raumbezogener Forschung fundiert zu bewerten. Die Reflexion über die Komplexität urbaner Herausforderungen vermittelt ein tieferes Verständnis für die Notwendigkeit unterschiedlicher Evaluationsansätze.</p>
      <p>Das Lehrbuch hebt zudem die Bedeutung partizipativer Forschung und die Einbeziehung von Stakeholdern hervor. Dies ermutigt die Lernenden, die Rolle verschiedener Akteure in Planungsprozessen zu berücksichtigen und deren Perspektiven in die Forschung einzubeziehen. Die praxisorientierte Diskussion zeigt, wie Stakeholder aktiv in den Forschungsprozess integriert werden können, und bietet wertvolle Einblicke in die Bedeutung von Zusammenarbeit und Dialog zwischen Forschenden, Planenden und weiteren Beteiligten. Diese Erkenntnisse fördern die Entwicklung von Fähigkeiten zur Gestaltung inklusiver und gemeinschaftsorientierter Planungsprojekte.</p>
      <p>Weiter enthält das Werk eine fundierte und umfassende Übersicht über verschiedene methodische Ansätze und hebt die Bedeutung einer interdisziplinären Herangehensweise hervor. Trotz der hohen Komplexität und dem Fehlen konkreter Beispiele (bezüglich ethischer Implikationen der Anwendung dieser Methoden) stellt es eine didaktisch wertvolle Ergänzung für die Evaluationsforschung dar und ermöglicht den Lesenden, die Potenziale und Grenzen der verschiedenen Methoden besser zu verstehen und anzuwenden.</p>
      <p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Band eine umfassende und praxisnahe Grundlage für das Verständnis und die Anwendung von Forschungs- und Evaluationsmethoden in der Stadtplanung liefert: durch ihre klare Strukturierung, die Verbindung von Theorie und Praxis, die Förderung kritischen Denkens und die Betonung partizipativer Ansätze. Das Lehrbuch kommuniziert ausreichend komplex essenzielle Inhalte für ein fundiertes Wissen und wie jenes in konkreten Evaluationsprojekten anzuwenden ist. Es ist insgesamt als eine sinnvolle Stütze bei der Arbeit mit Evaluation anzusehen, da es durch den niedrigschwelligen Einstieg und die einfach nachzuvollziehenden Inhalte in Text und Bild einen hilfreichen Input zur Thematik gewährt. Die grafische Gestaltung, die durch farblich abgesetzte Textkästen und prägnante Visualisierungen unterstützt wird, trägt dazu bei, die dargebotenen Inhalte leichter zu erfassen und komplexe Zusammenhänge zu veranschaulichen. Aus der Sicht von Lehrenden und Studierenden ist es gleichermaßen geeignet. Es lässt sich sowohl im Selbststudium als auch im Unterricht sinnvoll nutzen und bietet in beiden Kontexten eine praktische Anwendbarkeit. Die Lesenden profitieren von der klaren didaktischen Aufbereitung der Themen, die es ermöglicht, komplexe Konzepte verständlich zu vermitteln. Die strukturierte Darstellung der Inhalte erleichtert die Planung von Lehrveranstaltungen durch eine logische und nachvollziehbare Abfolge von Themenbereichen. Ausgewählte Übungsfragen in den Kapiteln regen zum Nachdenken an und lockern die ansonsten informationslastigen Inhalte auf.</p>
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            <title>Vollständige bibliographische Angaben des rezensierten Werkes:</title>
            <p>Diller, C. (2023): Lehrbuch der raumbezogenen Evaluationsforschung. Münster: Waxmann. <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.36198/9783838561240">https://doi.org/10.36198/9783838561240</ext-link>
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