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            <journal-title>Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning</journal-title>
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         <article-id>3984</article-id>
         <article-id pub-id-type="doi">10.14512/rur.3984</article-id>
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            <article-title xml:lang="de">Neiberger, Cordula; Hardaker, Sina; Wieland, Thomas (Hrsg.) (2024): Onlinehandel und Raum. Eine geographische Perspektive auf den Einzelhandel</article-title>
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                  <institution>Universität zu Köln</institution>
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               <license-p>This Open Access article is published under a Creative Commons Attribution 4.0 International Licence (CC BY).</license-p>
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      <p>Der Onlinehandel zählt weiterhin zu den dynamischen Treibern wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und räumlicher Transformationsprozesse. Durch die COVID-19-Pandemie, aber auch vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung und veränderter Konsumpraktiken hat sich die Relevanz des Themas weiter erhöht (Appel/Hardaker <xref ref-type="bibr" rid="CR1">2022</xref>). In der deutschsprachigen Geographie wird der Onlinehandel daher zunehmend nicht mehr nur als wirtschaftliches Phänomen, sondern als gesellschaftlich eingebetteter Prozess mit weitreichenden räumlichen Wirkungen diskutiert (Dederichs <xref ref-type="bibr" rid="CR2">2023</xref>).</p>
      <p>Vor diesem Hintergrund ist das von Cordula Neiberger, Sina Hardaker und Thomas Wieland herausgegebene Buch als ein zentraler Beitrag zur aktuellen Fachdiskussion zu lesen. Zwar haben die Herausgeberinnen und der Herausgeber selbst sowie weitere Autorinnen und Autoren in den vergangenen Jahren wichtige Impulse zur geographischen Analyse des Einzelhandels und des E‑Commerce geliefert (vgl. z. B. Neiberger/Hahn <xref ref-type="bibr" rid="CR3">2020</xref>; Zander/Fuchs/Dannenberg <xref ref-type="bibr" rid="CR4">2024</xref>), dennoch fehlte bislang eine umfassende, systematische und zugleich gut zugängliche Gesamtdarstellung aus explizit geographischer Perspektive. Dieses Buch trägt dazu bei, diese Lücke zu füllen und leistet damit einen substanziellen Beitrag für Forschung, Lehre und Praxis.</p>
      <p>Das Buch vermittelt ein grundlegendes Verständnis der zentralen Mechanismen des Onlinehandels und legt dabei konsequent den Fokus auf dessen räumliche Auswirkungen. Ausgangspunkt ist die Prämisse, dass Online- und Offlinehandel nicht als getrennte Sphären zu begreifen sind, sondern in vielfältiger Weise miteinander verflochten sind – innerhalb von Unternehmen, zwischen Unternehmen sowie entlang ganzer Wertschöpfungs- und Logistikketten. Damit einher gehen teilweise neue räumliche Muster mit Auswirkungen für die betroffenen Betriebe und Beschäftigten, aber auch die sie beherbergenden Räume. Diese Perspektive zieht sich als roter Faden durch sämtliche Beiträge.</p>
      <p>Inhaltlich nähern sich die einzelnen Kapitel dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Neben unternehmensbezogenen Analysen werden ebenso Konsumentenperspektiven eingenommen, Fragen der Standort- und Immobilienentwicklung aufgegriffen sowie logistische Infrastrukturen und ihre räumliche Organisation diskutiert. Dabei beschränkt sich der Blick nicht nur auf urbane Räume oder auf Deutschland. Vielmehr werden auch ländliche Räume einbezogen und internationale Bezüge hergestellt, etwa durch Fallbeispiele aus China oder Italien, die eine Einordnung in globale Dynamiken ermöglichen.</p>
      <p>Die Kapitel sind jeweils in sich geschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. In der Zusammenschau entfaltet sich jedoch ein komplexes und differenziertes Bild der räumlichen Wirkungen des Onlinehandels. Besonders hervorzuheben ist, dass das Buch nicht nur analytisch bleibt, sondern explizit auch zur Entwicklung kreativer und kontextspezifischer Lösungsansätze für Innenstädte beitragen möchte, in denen der Einzelhandel weiterhin eine zentrale Rolle spielt.</p>
      <p>Didaktisch ist der Band sehr zugänglich angelegt. Er holt Leserinnen und Leser ohne spezifische Vorkenntnisse zur E‑Commerce-Branche ab und eignet sich damit hervorragend für Studierende ebenso wie für Praktikerinnen und Praktiker aus Planung, Stadtentwicklung oder Wirtschaftsförderung, die bislang wenig Berührungspunkte mit dem Thema hatten. Gleichzeitig profitieren auch Forschende von der systematischen Aufbereitung und der thematischen Breite.</p>
      <p>Besonders positiv hervorzuheben ist die anschauliche und reichhaltige Gestaltung des Buches. Persönliche Erfahrungsberichte, aktuelle empirische Zahlen sowie zahlreiche Abbildungen und Fotografien lockern den Text auf und erhöhen die Lesbarkeit erheblich. In diesem Zusammenhang erweist sich die Open-Access-Version als klarer Mehrwert: Einige Abbildungen sind in der Printversion aufgrund geringer Schriftgrößen und der Schwarz-Weiß-Darstellung nur eingeschränkt lesbar, während sie digital deutlich besser zur Geltung kommen und durch farbige Illustrierung zusätzliche Informationen vermitteln.</p>
      <p>Teilweise ist die Auswahl und Abfolge der sehr unterschiedlichen Fallbeispiele sowie der Wechsel zwischen konzeptionellen Überlegungen und teilweise sehr spezifischen empirischen Detailanalysen nicht immer vollständig nachvollziehbar. Insgesamt stellt das Buch aber ganz eindeutig eine sehr wertvolle Bereicherung zum Kenntnisstand und zur weiteren Betrachtung des Gegenstands dar. „Onlinehandel und Raum“ bietet eine fundierte, differenzierte und zugleich gut lesbare geographische Perspektive auf einen zentralen Transformationsprozess der Gegenwart. Das Buch eignet sich gleichermaßen als Lehrbuch, Nachschlagewerk und Inspirationsquelle für praxisorientierte Debatten zur Zukunft von Innenstädten, Einzelhandel und räumlicher Entwicklung.</p>
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            <title>Vollständige bibliographische Angaben des rezensierten Werks:</title>
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         <p>Neiberger, C.; Hardaker, S.; Wieland, T. (Hrsg.) (2024): Onlinehandel und Raum. Eine geographische Perspektive auf den Einzelhandel. Berlin. <ext-link xlink:href="https://doi.org/10.1007/978-3-662-70185-0">https://doi.org/10.1007/978-3-662-70185-0</ext-link>
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