Ansätze zur Milderung des Süd-Nord-Gefälles in der Bundesrepublik Deutschland

– Der Fall Hamburg –

Autor/innen

  • Hans-Gottfried Rohr Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, Senatskanzlei, Rathaus

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2487

Abstract

Im folgenden Beitrag wird davon ausgegangen, daß bei allen Ansätzen der großräumigen Umverteilung von Potentialen zwischen dem Süden und dem Norden der Bundesrepublik, die ohnehin wenig Chancen auf systematische Konzipierung besitzen, regionale Individualkonzepte der Entwicklungsförderung grundsätzlich nicht falsch sein können. Zwar besteht die Gefahr, daß solche Konzepte leicht zu unsinniger Konkurrenz zwischen verschiedenen, ähnlich entwicklungsschwachen Regionen führen. Die Alternative bestünde jedoch im Nichtstun und scheidet somit aus.

Die regionale Entwicklungspolitik für Hamburg, wie sie sich in einer Vielzahl von Einzelentscheidungen des Hamburger Senats dokumentiert, entspricht einer Strategie der individuellen Ausschöpfung der Hamburg-spezifischen Entwicklungspotentiale. Grundziel ist, die Position der Hamburger Region gegenüber den im Süden gelegenen Konkurrenzregionen zu verbessern, somit also die regionale Exportfähigkeit über möglichst viele Leistungsbereiche hinweg in Relation zum Süden überproportional zu steigern. In Anbetracht der besonderen Strukturstärken der Hamburger Wirtschaft ergibt sich eine Grundorientierung der Hamburger Stadtentwicklungspolitik auf die Förderung des tertiären Wirtschaftsbereiches. Eine solche Ausrichtung setzt jedoch voraus, daß positive Entwicklungen im Bereich des grundleistungsorientierten tertiären Wirtschaftsbereiches nicht durch Einbrüche in anderen Bereichen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes auf gezehrt werden.

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Literaturhinweise

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Veröffentlicht

1988-09-30

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeitrag

Zitierweise

1.
Rohr H-G. Ansätze zur Milderung des Süd-Nord-Gefälles in der Bundesrepublik Deutschland: – Der Fall Hamburg –. RuR [Internet]. 30. September 1988 [zitiert 15. August 2026];46(5,6):231-5. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2487

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