Zu ausgewählten Ergebnissen der räumlichen Forschung der DDR aus der Sicht des Bauwesens

Autor/innen

  • Otto Dienemann

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2022

Abstract

Ein historisch gewachsenes, räumlich zusammenhängendes Wirtschafts- und Sozialgefüge war mit der Teilung Deutschlands und der Abtrennung der Ostgebiete zunächst für eine noch nicht absehbare Periode willkürlich zerschnitten worden. Die Überwindung der entstandenen Defizite und Disproportionen führte unter den Bedingungen der Zwangsbindung der DDR an die Sowjetunion und an die Sozialismusvorstellungen sowjetischer Prägung zu gravierend negativen Entwicklungen. Beseitigung des Privateigentums, zentraler Dirigismus, Entterritorialisierung der Produktionsstrukturen, verbunden mit Autarkiebestrebungen und den Maßnahmen der politisch-territorialen Neugliederung der DDR, haben zu unvertretbar hohen Beanspruchungen bzw. Vergeudung von Naturressourcen sowie zur Deformation räumlicher Strukturen geführt.

Der jetzt anstehende Beitritt der Länder der DDR zu einem einheitlichen Deutschland sowie die Einbindung der DDR und weiterer schwächer entwickelter osteuropäischer Länder in ein zusammenwachsendes Europa setzten neue Maßstäbe für die Raumforschung und ihren Stellenwert für fachlich fundierte Politikberatung.

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Veröffentlicht

1990-07-31

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeitrag

Zitierweise

1.
Dienemann O. Zu ausgewählten Ergebnissen der räumlichen Forschung der DDR aus der Sicht des Bauwesens. RuR [Internet]. 31. Juli 1990 [zitiert 26. September 2026];48(4,5):197-201. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2022

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