Stadtentwicklung in der DDR

Hauptprobleme, Potentiale und Erfordernisse der Entwicklung der Städte

Autor/innen

  • Wilfried Pfau

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2023

Abstract

RETTET UNSERE STÄDTE!

Der sich in der DDR vollziehende Wandel des Gesellschaftssystems eröffnet die Chance, den Prozeß der S tadterneuerung zu dynamisieren, die Innenstädte zu entwickeln und zu revitalisieren und auch die randstädtischen Gebiete städtebaulich zu ordnen. Die Abkehr vom Prinzip der zentralstaatlichen Entscheidung und Lenkung auch im Städtebau und die Hinwendung zur Rechtsstaatlichkeit, zur demokratischen Selbstverwaltung und zur sozialen Marktwirtschaft erfordern eine neue demokratisch legitimierte Stadtplanung und einen rechtsstaatlichen Planungsvollzug. Diese neuen Bedingungen verändern grundsätzlich das Zusammenwirken aller an der Stadtentwicklung Beteiligten – der Leitung der Kommunen, der Planungsinstitutionen, der Investoren, der einzelnen Bürger und der demokratischen Öffentlichkeit. Auch hinsichtlich der Realisierung städtebaulicher Planungen ist ein radikales Umdenken erforderlich: Nicht mehr Beschlüsse übergeordneter Organe und die Zuweisung von Baukapazitäten sind entscheidend, sondern das Vorhandensein finanzkräftiger Investoren, die der Stadt als Partner mit eigenständigen Interessen gegenübertreten.

Das Institut für Städtebau und Architektur will mit der vorliegenden Bestandsaufnahme informieren und Entscheidungen für die Entwicklung der Städte vorbereiten helfen. Aus der Sicht der Städtebauforschung werden gegenwärtig erkennbare Hauptprobleme dargelegt und Empfehlungen an die Regierungen, die Kommunen und die Forschung gegeben.

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Veröffentlicht

1990-07-31

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeitrag

Zitierweise

1.
Pfau W. Stadtentwicklung in der DDR: Hauptprobleme, Potentiale und Erfordernisse der Entwicklung der Städte. RuR [Internet]. 31. Juli 1990 [zitiert 26. September 2026];48(4,5):201-7. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2023

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