Die Außenwanderungsbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland

Ihr Beitrag zur künftigen Bevölkerungsentwicklung

Autor/innen

  • Hansjörg Bucher Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2115

Abstract

Für die Bevölkerungsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland sind die Außenwanderungen von überragender Bedeutung. Seit zwanzig Jahren wird die Bevölkerungsdynamik in der Bundesrepublik Deutschland allein von Außenwanderungsgewinnen getragen. Seit Ende der 80er Jahre haben die Außenwanderungen eine neue Dimension erreicht, die auch das nächste Jahrzehnt prägen wird. Die Wanderungsgewinne führen zu drei demographischen Effekten, die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen quantifiziert wurden. Berührt werden von Außenwanderungen die Zahl, die Altersstruktur und die räumliche Verteilung der Bevölkerung. Die Ergebnisse enthüllen eine sehr unterschiedliche Betroffenheit der Regionen. Der daraus resultierende politische Handlungsbedarf betrifft die Bevölkerungsentwicklung im Sinne einer regionalen Steuerung wie auch städtebauliche und wohnungspolitische Maßnahmen zur Integration der neuen Mitbürger.

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Autor/innen-Biografie

  • Hansjörg Bucher, Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung

    WissORat

Literaturhinweise

(1) Die Tabelle 2 entstammt der Untersuchung “Wanderungsverflechtungen der Bundesrepublik Deutschland mit dem Ausland unter besonderer Berücksichtigung der Herkunftsländer bei den Zuzügen“, die von stud. geogr. Birgit Traub, Universität Heidelberg, während ihres Praktikums im Frühjahr 1993 in der BfLR durchgeführt wurde.

(2) Für verschieden große Außenwanderungsvolumina wurden jeweils die Altersstrukturen der dann bis 2020 entstehenden Bevölkerungsbestände ermittelt und zueinander in Beziehung gesetzt. Vgl. Bucher, H.; Kocks, M.: Aus- und Übersiedler und alternde Gesellschaft – Wird die “ergraute Gesellschaft” nicht kommen? In: Informationen zur Raumentwicklung (1991) H. 3/4, S.111–122

(3) Eine ausführliche Darstellung von Annahmen und Ergebnissen der “Delphi-Variante” findet sich bei Bücher, H.; Siedhoff, M.; Stiens, G.: Regionale Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2000. In: Informationen zur Raumentwicklung (1992) H. 11/12, S. 827–861

(4) Der hohe Wert von Dortmund-Sauerland entspringt einem statistischen Artefakt. Das dort liegende Aussiedlerlager Unna-Massen verursacht hohe Zuwanderungszahlen, obwohl der größte Teil dieser Personen die Region wieder verläßt – dann aber als Binnenwanderer in andere Teile der Bundesrepublik.

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Veröffentlicht

1993-09-30

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeitrag

Zitierweise

1.
Bucher H. Die Außenwanderungsbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland: Ihr Beitrag zur künftigen Bevölkerungsentwicklung. RuR [Internet]. 30. September 1993 [zitiert 15. August 2026];51(5):254-6. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2115

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