Der Wasserzins als Instrument der Raumordnungspolitik und der Umweltpolitik – Theoretische und empirische Untersuchungen zur möglichen raumordnungspolitischen und umweltpolitischen Bedeutung eines Wasserzinses – Autor/innen Ulrich Brösse DOI: https://doi.org/10.14512/rur.2478 Abstract Die staatliche Wasserbenutzungsordnung in der Bundesrepublik Deutschland hat es mittels ihrer zwingenden Ge- und Verbote nicht geschafft, für einen genügenden Schutz des Grundwassers zu sorgen. Eine der Ursachen ist, daß es keine ökonomische Interessiertheit am Grundwasser gibt. Durch die Zahlung eines Wasserzinses für sauberes Grundwasser von den Wasserentnehmern an die Gemeinden werden die Grundwasservorräte für die Gemeinden zu einem wertvollen Gut, das zu erhalten in ihrem ökonomischen Interesse liegt, und somit auch zu einem wirksamen endogenen Entwicklungspotential. Der Wasserzins schafft somit eine politisch mächtige „Lobby“ für das Grundwasser.Anhand einer ökonomischen Modellanalyse wird gezeigt, wie sich die ökonomische Rente, die der Wasserschatz erbringt, nach der gegenwärtigen Wasserbenutzungsordnung, im Falle eines Wasserzinses und bei Einführung eines Wasserpfennigs nach dem Modell von Baden-Württemberg auf die Nutzer verteilt. Am Beispiel zweier Regierungsbezirke Nordrhein-Westfalens wird für tatsächlich geförderte Wassermengen eines Jahres und unter der Annahme alternativer Wasserzinssätze das finanzielle Aufkommen aus dem Wasserzins nach Gemeinden und Regionen errechnet. Im Vergleich mit den gemeindeeigenen Steuereinnahmen aus der Grundsteuer und aus der Gewerbesteuer kann der Wasserzins in einer großen Zahl von Fällen gleichwertige und sogar höhere Einnahmen erbringen. Die Einführung des Wasserzinses würde zu z. T. erheblichen Steigerungen der Realsteuerkraft bei vielen Gemeinden führen.Ein Zusammenhang zwischen Gemeindetyp und Wasserreichtum bzw. Höhe der Wasserzinseinnahmen ist nicht feststellbar. Der Wasserzins ist deshalb kein Instrument, das für bestimmte Raumtypen eingesetzt werden kann, sondern vielmehr eines, das regionsindividuell genutzt und bewertet werden muß. Downloads Download-Daten sind nocht nicht verfügbar. Literaturhinweise Brösse, U.: Ein Markt für Trinkwasser. In: Zeitschrift für Umweltpolitik, 3. Jg. (1980), S. 737–755. Karl, H.: Exklusive Nutzungs- und Verfügungsrechte an Umweltgütern als Instrument für eine umweltschonende Landwirtschaft. Eine Darstellung unter besonderer Berücksichtigung des Grundwasserschutzes. – Bochum 1986. Salzwedel, J.: Rechtliche Aspekte der Erhebung einer Gewässerbenutzungsabgabe. – Bonn 1986. Wirtschaftsdienst, 66. Jg. (1986) und 67. Jg. (1987): Beiträge und Diskussion von Blankart, Ch.B.; Bonus, H.; Brösse, U.; Karl, H.; Scheele, M. und Schmitt, G. Downloads PDF XML Veröffentlicht 1988-07-31 Ausgabe Bd. 46 Nr. 4 (1988) Rubrik Forschungsbeitrag Lizenz Artikel in Raumforschung und Raumordnung - Spatial Research and Planing werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Seit Jahrgang 79, Ausgabe 2, erfolgt die Veröffentlichung im Lizenzmodell CC BY 4.0 (Creative Commons Attribution 4.0 International License). Von Jahrgang 77 Ausgabe 1 bis Jahrgang 79 Ausgabe 1 wurden alle Artikel unter einer CC BY-SA-Lizenz veröffentlicht. Frühere Jahrgänge wurden von oekom 2022 unter the Lizenz CC BY 4.0 wiederveröffentlicht. Zitierweise 1.Brösse U. Der Wasserzins als Instrument der Raumordnungspolitik und der Umweltpolitik: – Theoretische und empirische Untersuchungen zur möglichen raumordnungspolitischen und umweltpolitischen Bedeutung eines Wasserzinses –. RuR [Internet]. 31. Juli 1988 [zitiert 25. September 2026];46(4):161-6. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2478 Zitierformate ACM ACS APA ABNT Chicago Harvard IEEE MLA Turabian Vancouver Bibliografische Angaben herunterladen Endnote/Zotero/Mendeley (RIS) BibTeX Teilen
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