Regionale Unterschiede in der Struktur und Leistungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen

Erste Ergebnisse eines Projektes der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Untersuchung des Einflusses regionaler Faktoren auf kleine und mittlere Unternehmen

Autor/innen

  • Norbert Irsch
  • Burkhard Müller-Kästner

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2604

Abstract

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, oh es regionaltypische Unterschiede in der Struktur und der Leistungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen gibt. Um diese Frage zu beantworten, wurden die Daten von rund 6 500 Unternehmen ausgewertet, die im Jahr 1981 Investitionsvorhaben durchführten und deren Kreditanträge von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bearbeitet wurden.

Die Unternehmen wurden danach unterschieden, ob sie in einer Agglomeration oder in der räumlichen Peripherie tätig sind.

Diese beiden räumlichen Teilgruppen wurden dann daraußin untersucht, ob sich signifikante Unterschiede im Bezug auf

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Literaturhinweise

Löbbe, K.: Kapitalmarktzins und Unternehmensrenditen – Versuch einer regionalen Differenzierung. In: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Essen (Hrsg.): Nordrhein-Westfalen in der Krise – Krise in Nordrhein-Westfalen? – Berlin 1985, S. 99–124.

Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hrsg.): Erfassung regionaler Innovationsdefizite. Schriftenreihe 06 “Raumordnung” des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Koblenz 1984 (vorgelegt vom Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung); Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hrsg.): Bildungs- und Qualifikationsorientierte Stategien der Regionalförderung unter besonderer Berücksichtigung kleiner und mittlerer Unternehmen. Schriftenreihe 06 “Raumordnung“, Heft Nr. 06.053, durchgeführt von Ewers, H.-J.; Fritsch, M.; Kleine, J. Wolfenbüttel 1984; Bonkowski, S.; Legler, H.: Süd-Nord-Gefälle bei industrieller Forschung und Entwicklung? In: Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung (Hrsg.): Süd-Nord-Gefälle in der Bundesrepublik? – Hannover 1984, S. 81–106.

Eckey, H.-F.: Regionale Engpaßfaktoren. In: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung Essen (Hrsg.), a. a. O., S. 7–38.

Zur Definition dieser Regionstypen vgl. Bade, F.-J.; Eickelpasch, A.: Konzerninterne Standortstrategien. Wissenschaftszentrum Berlin, Berlin 1982.

Vgl. Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumforschung, Referat J 3; Regionalstatistische Informationen aus der laufenden Raumbeobachtung. In: Informationen zur Raumentwicklung, Heft 11/12. 1981, S. 847 ff., insbesondere S. 859.

Im ERP-Regionalprogramm werden die Unternehmen nicht gefördert, die Güter und Leistungen anbieten, die ihrer Art nach regelmäßig überregional abgesetzt werden und somit die Voraussetzungen des Primäreffektkriteriums erfüllen. Vgl. hierzu Vierzehnter Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, Bundestagsdrucksache 10/3562, 25. 6.85, S. 24; Irsch, N.; Müller-Kästner, B.: Vorschläge zur Weiterentwicklung der regionalen Wirtschaftspolitik. In: Wirtschaftsdienst, H. 12, 1984, S. 622–628.

Chi-Quadrat-Test, 5‑%-Niveau.

Hinsichtlich der Betriebsgrößen haben Derenbach und Wittmann ähnliche Ergebnisse veröffentlicht. Derenbach, R.; Wittmann, F. T.: Betriebsgrößenstruktur und Regionalwirtschaft: erste Befunde aus einer Sonderaufbereitung der Statistik des Verarbeitenden Gewerbes. In: Informationen zur Raumentwicklung, Heft 12, 1984, S. 1234–1238.

Vgl. Wonnacott, R. J.; Wonnacott, T. H.: Econometrics. – New York 1979, S. 131–133, 143 f.; Judge, G. G. u. a.: The Theory and Practice of Econometrics. – New York 1985, S. 753 ff.

Zum Einfluß der Unternehmensgröße auf die Kapitalintensität vgl. Irsch, N.: Sind kleine und mittlere Unternehmen konkurrenzfähig? – Produktivität und Rentabilität bei kleinen und mittleren Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. In: Kreditanstalt für Wiederaufbau (Hrsg.): Wo steht die deutsche Wirtschaft heute? Stärken und Schwächen der Unternehmen im strukturellen Anpassungsprozeß. – Frankfurt, Dezember 1984, S. 39–51.

Chi-Quadrat-Test, 5‑%-Niveau, einseitig.

Bei den Kapitalgesellschaften wird der Jahresüberschuß nach, bei den Personengesellschaften und Einzelfirmen vor EEV-Steuern ausgewiesen. Hier fallen diese Steuern nur bei den Gesellschaftern, nicht bei den Unternehmen an.

Aus verschiedenen Untersuchungen ist zudem bekannt, daß die Rentabilität im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen mit der Unternehmensgröße sinkt. Vgl. Aiginger, K.; Tichy, G.: Die Größe der Kleinen. – Wien 1984, S. 56–93; Irsch, N.: Sind kleine und mittlere Unternehmen konkurrenzfähig?, ... , a. a. O., S. 39–51; Ifo: Möglichkeiten und Grenzen der Untersuchung betriebs- und unternehmensgrößenbezogener Gesichtspunkte im Rahmen der sektoralen Strukturberichterstattung. – München, Oktober 1983; Uhlmann, L.; Berger, M.: Investitionsverhalten und Unternehmensgröße. In: Ifo-Schnelldienst 28/85, S. 3–9. Anhand der Bilanzstatistik der Deutschen Bundesbank läßt sich für 1983 die Renditekennziffer Jahresüberschuß zu Bilanzsumme nach Rechtsformen und Größenklassen näherungsweise berechnen. Bei den Einzelkaufleuten sank diese Kennziffer mit der Größenklasse, bei den Personengesellschaften stieg sie an, bei den Kapitalgesellschaften wiesen die mittleren Unternehmen die höchsten Werte auf. Siehe Sonderdrucke der Deutschen Bundesbank, Nr. 6: Verhältniszahlen aus den Jahresabschlüssen der Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland für 1983.

Vgl. Kaufer, E.: Industrieökonomik. – München 1980, S. 471 ff.

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Veröffentlicht

1986-03-31

Ausgabe

Rubrik

Forschungsbeitrag

Zitierweise

1.
Irsch N, Müller-Kästner B. Regionale Unterschiede in der Struktur und Leistungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen: Erste Ergebnisse eines Projektes der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Untersuchung des Einflusses regionaler Faktoren auf kleine und mittlere Unternehmen. RuR [Internet]. 31. März 1986 [zitiert 15. August 2026];44(2,3):79-87. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2604

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