Planen im offenen System Strategien zur Bewältigung von Technikfolgen Autor/innen Kurt Becker-Marx DOI: https://doi.org/10.14512/rur.2415 Abstract Es ist heute viel von den „Technikfolgen“ die Rede und von deren „Einschätzung und Bewertung“. Das Phänomen unerwünschter technischer Reflexe stammt nach Ansicht des Verfassers aus einer überholten Theorie der Technik, die noch auf die Gewerbeordnung des Jahres 1869 zurückgeht. Die Konsequenzen reichen bis in den Umweltschutz.Es gibt nun eine Reihe neuer und sachgerechter Technik-Ansätze. Dieser Beitrag befaßt sich damit, einen Überblick über die wichtigsten von ihnen zu geben und deren Realisierungschancen durchzumustern. Dabei scheinen die auf langfristige Erwartungen aufgebauten Theorien allerdings wenig geeignet, für kurzfristige Probleme der Technikbewältigung nützlich zu sein, wozu im Einzelfall spezielle Bedenken treten mögen. Geeignet erscheinen die vor allem auf Jay Forrester zurückgehenden Methoden der Systemanalyse, die als die zeitgerechte Fortbildung sehr alter und geschichtsbildender Muster der Planung, vor allem der Raumplanung, gelten können. Aber diese Methoden haben nur eine sehr geringe Politikrelevanz, weil sie sich zu sehr auf die politische Umsetzbarkeit ihrer Analysen verlassen. Das verkennt den politischen Prozeß. Sie werden die dann unvermeidbare Introversion nur vermeiden können, wenn sie sich auch in die prozessualen Methoden einbinden lasen, welche die Planung in langen Entwicklungsgängen erarbeitet hat. Daß diese Methoden heute nicht immer wünschenswert funktionieren, ist kein wesentlicher Einwand.Das Ergebnis würde dann auf Technikbewältigung in einem permanenten, evolutiven, in einem offenen Prozeß hinauslaufen. Dahin scheint die Entwicklung ohnehin zu treiben, wobei allerdings die Verwirklichung um so teurer wird, je länger man den Eintritt hinauszögert. Nur darin liegt eine echte Gefahr der Technikfolgen.Der Bundestag wird zum 30. April 1989 den Zwischenbericht der Enquete-Kommission entgegennehmen, die sich mit diesen Fragen befaßt hat. Er wird dann bedeutsame Entscheidungen zu treffen haben. Downloads Download-Daten sind nocht nicht verfügbar. Downloads PDF XML Veröffentlicht 1989-01-31 Ausgabe Bd. 47 Nr. 1 (1989) Rubrik Forschungsbeitrag Lizenz Copyright (c) 1989 by the RuR Editors; re-published by oekom 2023 Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International. Artikel in Raumforschung und Raumordnung - Spatial Research and Planing werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Seit Jahrgang 79, Ausgabe 2, erfolgt die Veröffentlichung im Lizenzmodell CC BY 4.0 (Creative Commons Attribution 4.0 International License). Von Jahrgang 77 Ausgabe 1 bis Jahrgang 79 Ausgabe 1 wurden alle Artikel unter einer CC BY-SA-Lizenz veröffentlicht. Frühere Jahrgänge wurden von oekom 2022 unter the Lizenz CC BY 4.0 wiederveröffentlicht. Zitierweise 1.Becker-Marx K. Planen im offenen System: Strategien zur Bewältigung von Technikfolgen. RuR [Internet]. 31. Januar 1989 [zitiert 26. September 2026];47(1):22-8. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2415 Zitierformate ACM ACS APA ABNT Chicago Harvard IEEE MLA Turabian Vancouver Bibliografische Angaben herunterladen Endnote/Zotero/Mendeley (RIS) BibTeX Teilen
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Call for Papers for a special issue on Transit-Oriented Development in Built-up Areas in the journal: Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (RuR) August 3, 2026 Call for Papers for a special issue on Transit-Oriented Development in Built-up Areas in the journal: Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (RuR)
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