Berufliche Eingliederung geburtenstarker Jahrgänge in den Regionen der Bundesrepublik Deutschland Autor/innen Rolf Derenbach DOI: https://doi.org/10.14512/rur.2632 Abstract Die berufliche Eingliederung der nachwachsenden Generation stellt seit Mitte der 70er Jahre eine der schwerwiegendsten Probleme gesellschaftlicher Entwicklung in der Bundesrepublik dar. Demographische Gründe (Eintritt geburtenstarker Jahrgänge in das Erwerbsleben) im Verbund mit geringerem ökonomischen Wachstum haben diese Situation hervorgerufen, die bis weit in die 90er Jahre anhält. In diesem Beitrag wird nun versucht, die regionale Dimension dieses Problemfeldes herauszuarbeiten. Es werden zunächst die regionalen Disparitäten beim Zugang zu betrieblichen und sonstigen Ausbildungsplätzen dargestellt. Im Anschluß daran wird die zweite Schwelle (von der Berufsbildung in die Berufsstartposition) am Beispiel der Entwicklung der Arbeitslosigkeit von jungen Erwerbspersonen im regionalen Vergleich untersucht. Bei beiden Schwellen zeigt sich, daß der berufliche Eingliederungsprozeß nicht nur global/zeitbedingt sondern auch durch regionale Gegebenheiten gefährdet ist. Im zweiten Teil des Beitrages werden die Mechanismen des Prozesses beruflicher Eingliederung angesprochen.Es werden dabei vier „Integrationsfelder“ unterschieden und zwarIntegrationsfeld „Generationenwechsel“Integrationsfeld „Berufliche und regionale Mobilität“Integrationsfeld „Selbständigkeit und neue Formen des Arbeitsplatzwachstums“.Abschließend werden die wichtigsten Prinzipien einer von den Regionen durchgeführten Politik zur Verbesserung der beruflichen Eingliederung angesprochen. Downloads Download-Daten sind nocht nicht verfügbar. Literaturhinweise Diese schulischen Einrichtungen sind im übrigen zumeist als Bildungsangebote konzipiert, die – um einen vollen Berufsbildungsabschluß zu erreichen – eine Fortsetzung des Ausbildungsganges in einem Betrieb erforderlich machen. Zur regionalen Ungleichheit der beruflichen Bildungschancen in der Bundesrepublik Deutschland (1. Teil). In: MittAB 2/71 und: Schwarz, U.; Stooß, F.: Zur regionalen Ungleichheit der beruflichen Bildungschancen und Vorschläge zum Abbau des Gefälles (2. Teil). In: MittAB 2/73. Die gebietskatagorielle Abgrenzung wurde auf der Grundlage der Arbeitsamtsbezirke mit Hilfe des Merkmals “Anteil der Bevölkerung in Städten mit 50 000 und mehr Einwohnern an der Gesamtbevölkerung” vorgenommen. Die folgenden Typen werden unterschieden: Gruppe 1 wird durch die am stärksten verstädterten Arbeitsamtsbezirke gebildet. Zumindest 50 % der Bevölkerung leben dort in Städten über 50 000 Einwohnern. Faktisch handelt es sich um alle eindeutig großstadtgeprägten Arbeitsamtsbezirke. Gruppe 2 wird gebildet aus den Arbeitsamtsbezirken des Ruhrgebietes und des Saarlandes. Mit Ausnahme von zwei Arbeitsämtern im Saarland sind diese Arbeitsamtsbezirke ebenfalls großstadtgeprägt. Sie werden besonders ausgewiesen, um den besonderen Problemen der montan- und stahlgeprägten Räume gerecht zu werden. Die Gruppe 3 besteht aus den Arbeitsamtsbezirken, in denen zwischen 25 und 50 % der Bevölkerung in Städten wohnen. Es sind dies Gebiete, in denen sich urbane und nicht urbane Strukturen am stärksten mischen. Die Arbeitsamtsbezirke in Gruppe 4 (Anteilswert zwischen 0 und 25 %) sind aufgrund ihres Mischungsverhältnisses bereits dem dünner besiedelten Raum zuzurechnen. Die Gruppe 5, das sind alle Arbeitsamtsbezirke ohne Städte der angenommenen Mindestgröße, ist am stärksten “ländlich” geprägt. Dabei ist außerdem der anhaltende bzw. noch wachsende Anstieg an Arbeitsproduktivität zu beachten. Gegenwärtig werden 2,5–3,5 % Wirtschaftswachstum benötigt, um den Verlust an Arbeitsplätzen durch Arbeitsproduktivitätssteigerung auszugleichen. Erst dann bleibt der Bestand an Arbeitsplätzen erhalten. Auch bei günstigen Wachstumsannahmen bleibt das Problem beruflicher Eingliederung bestehen. Dabei wurde die Komponente Arbeitslosenquote zu 1/3, die Komponente Betroffenheitsquote zu 2/3 berücksichtigt. Diese beruht auf einem Vergleich der regionalen Differentiale zwischen den Altersgruppen 10– unter 25 Jahre (nachwachsende Jahrgänge) und 50–65 Jahre (ausscheidende Jahrgänge) unter Einschluß der altersspezifischen Erwerbsquoten. Zu der Analyse des Beitrags kleiner und mittlerer Betriebe zum Arbeitsplatzwachstum vgl. Fritsch, M.: Die Arbeitsplatzentwicklung in kleinen und mittleren Betrieben bzw. Unternehmen. Einige empirische Evidenz für die Bundesrepublik Deutschland. In: Informationen zur Raumentwicklung, Bonn (1984) H. 9, S. 921 ff. Vgl. zu den Instrumenten Derenbach, R.: Berufliche Eingliederung der nachwachsenden Generation in regionaler Sicht. In: Forschungen zur Raumentwicklung, Bonn (1984), Band 13. Downloads PDF XML Veröffentlicht 1985-03-31 Ausgabe Bd. 43 Nr. 2 (1985) Rubrik Forschungsbeitrag Lizenz Copyright (c) 1985 by the RuR Editors; re-published by oekom 2023 Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International. Artikel in Raumforschung und Raumordnung - Spatial Research and Planing werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Seit Jahrgang 79, Ausgabe 2, erfolgt die Veröffentlichung im Lizenzmodell CC BY 4.0 (Creative Commons Attribution 4.0 International License). Von Jahrgang 77 Ausgabe 1 bis Jahrgang 79 Ausgabe 1 wurden alle Artikel unter einer CC BY-SA-Lizenz veröffentlicht. Frühere Jahrgänge wurden von oekom 2022 unter the Lizenz CC BY 4.0 wiederveröffentlicht. Zitierweise 1.Derenbach R. Berufliche Eingliederung geburtenstarker Jahrgänge in den Regionen der Bundesrepublik Deutschland. RuR [Internet]. 31. März 1985 [zitiert 15. August 2026];43(2):53-62. Verfügbar unter: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2632 Zitierformate ACM ACS APA ABNT Chicago Harvard IEEE MLA Turabian Vancouver Bibliografische Angaben herunterladen Endnote/Zotero/Mendeley (RIS) BibTeX Teilen
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