Kommunale Infrastruktur in den neuen Bundesländern: Ursachen des unzureichenden Erhaltungszustandes im Ost-West-Vergleich und Anknüpfungspunkte zur Gegensteuerung

Authors

  • Thomas Döring
  • Walter Müller

DOI:

https://doi.org/10.14512/rur.2171

Abstract

Der Erhaltungszustand der kommunalen Infrastruktur in den neuen Bundesländern ist desolat. Die zu ergreifenden Maßnahmen zur Verbesserung des Erhaltungszustandes sollten, vor allem im Hinblick auf eine langfristige Qualitätssicherung und eine effiziente Mittelverwendung, einer ursachengerechten Strategie folgen. Vor diesem Hintergrund analysiert der vorliegende Beitrag die bestehenden Struktur- und Intensitätsunterschiede im Gefüge der Ursachen des unzureichenden Erhaltungszustandes der materiellen kommunalen Infrastruktureinrichtungen in Ost und West. Daran anknüpfend wird versucht, orientiert an den besonderen Rahmenbedingungen in Ostdeutschland und vor dem Hintergrund westdeutscher Erfahrungswerte, Empfehlungen für die Ausgestaltung einer infrastrukturellen Qualitätssicherung in den neuen Bundesländern zu geben. Es zeigt sich dabei, daß nur in einer gesamthaften Perspektive, die neben den Kommunen auch Bund und Länder umfaßt, die Anknüpfungspunkte für notwendige Gegenmaßnahmen aufgezeigt werden können. Trotz der zahlreichen Unterschiede in den Determinantenstrukturen Ost- und Westdeutschlands passen viele Konzepte, die ursprünglich für westdeutsche Kommunen entworfen wurden, auch auf die Situation der Gemeinden in den neuen Bundesländern.

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References

(1) Detaillierte Angaben finden sich z.B. in: ifo-Institut für Wirtschaftsforschung (Hrsg.): Baubedarf Ost – Perspektiven bis 2005. – München 1992 sowie bei Zimmermann, H. u.a.: Der Zustand der kommunalen Infrastruktur, a.a.O., Kapitel 7

(2) In der hier benutzten Begriffsabgrenzung dienen Instandsetzungsmaßnahmen der Behebung örtlich begrenzter Schäden. Größere Schadensbehebungsmaßnahmen, die lediglich die Substanz der Infrastruktureinrichtung erhalten, werden unter dem Begriff Sanierung subsumiert. Im Rahmen einer Erneuerung werden defekte Abschnitte eines Objekts durch Neubauten ersetzt.

(3) Vgl. hierzu und zu den folgenden beiden Unterabschnitten Debelius, R.: Der Erhaltungszustand kommunaler Infrastruktur. – Berlin: Analytica-Verlag 1992. Reihe „Schriften zur angewandten Umweltforschung“, Bd. 1, Kapitel D, sowie Debelius, R.: Die Ausgaben zur Erhaltung der kommunalen Infrastruktur. – Berlin: Analytica-Verlag 1992. = Reihe „Forum öffentliche Finanzen“, Bd. 2, Kapitel III. Diese Arbeiten beziehen sich auf die alten Bundesländer und dort auf die kommunalen Infrastrukturbereiche Abwasserkanalisation, Straßen, Brücken und gemeindliche Nichtwohnbauten.

(4) Rohde, E.; Siebenhaar, H.: Haushalts- und Finanzwirtschaft der Städte und Gemeinden. – Berlin 1975, sowie Knoop, P.: Demokratischer Zentralismus – Demokratie – örtliche Haushalte in der DDR. In: der gemeindehaushalt (1990) H. 5

(5) Vgl. Bundesministerium der Finanzen (Hrsg.): Finanzbericht 1993. – Bonn 1992, Kap. 5.3., sowie West, C.D.: Kommunale Finanzen in der DDR. In: Zeitschrift für Kommunalfinanzen (1985) H. 9

(6) Ausführlicher: Zimmermann, H. u.a.: Der Zustand der kommunalen Infrastruktur, a.a.O., Kap. 6 und die dort angegebene Literatur

(7) Vgl. Institut der deutschen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der deutschen Industrie: Ordnung muß sein. Die Organisation des Wirtschaftslebens. – Köln 1990, S. 26.

(8) Vgl.: Debelius, R.: Der Erhaltungszustand der kommunalen Infrastruktur, a.a.O., Kap. B III

Published

1992-11-30

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Research Article

How to Cite

1.
Döring T, Müller W. Kommunale Infrastruktur in den neuen Bundesländern: Ursachen des unzureichenden Erhaltungszustandes im Ost-West-Vergleich und Anknüpfungspunkte zur Gegensteuerung. RuR [Internet]. 1992 Nov. 30 [cited 2024 May 18];50(6):303-11. Available from: https://rur.oekom.de/index.php/rur/article/view/2171